Hartmut Kawohl

 

Hartmut Kawohl studierte am Meistersinger-Konservatorium in Nürnberg Posaune bei Ernst Redwig, Arthur Middleton und Horst Wilm sowie Blockflöte (Alte Musik) bei Peter Thalheimer. Ferner nahm er Unterricht in Chorleitung bei Hubert Schaffer und Orchesterleitung bei Werner Andreas Albert. Bei Hans Ludwig Schilling lernte er Tonsatz. Später folgte ein Aufbaustudium im Fach Posaune bei Armin Rosin an der Musikhochschule Stuttgart, das er mit der Künstlerischen Abschlussprüfung beendete. 1997 bekam

er ein Stipendium des Deutschen Musikrates für weitere Studien in Orchesterleitung. Er besuchte Kurse und Symposien für Neue Musik und Posaune in Darmstadt, Berlin und USA.

Schon während seines Studiums unterrichtete Hartmut Kawohl beim Windsbacher Knabenchor. Dort gründete er 1984 die Windsbacher Blechbläser, mit denen er Konzertreisen im In- und Ausland unternahm, Rundfunk-, Fernseh- und CD-Aufnahmen produzierte und an diversen Wettbewerben teilgenommen hat. Von 1985 bis 2005 hatte er eine feste Stelle als Lehrer für Blechblasinstrumente beim Windsbacher Knabenchor.

Seit September 2002 gehört er zum

Kollegium der Städtischen Musikschule Nürnberg. Dort leitet er verschiedene Bläserklassen in Nürnberg und Umgebung.

1977 gründete er mit Freunden das Quintett Hora Dezima, danach das Fränkische Posaunenquartett, in dem sowohl mit modernen als auch mit Barockinstrumenten musiziert wird. Im Collegium Noricum lernte er die Symphonische Musik der Romantik (Brahms, Bruckner, Schuhmann u. a.) an der ersten Posaune kennen. Im Fränkischen Kammerorchester, das Werke von Schütz bis Brahms auf Originalinstrumenten aufführt, führt er seit dessen Gründung den Posaunensatz.

Theatermusikerfahrung sammelte er an den Städtischen Bühnen Nürnberg und mit dem Theater Mummpitz, für das er im Jahr 2000 die Musik zu „Salto und Mortale“ komponierte, das den Bayerischen Theaterpreis 2002

bekam. Er gibt Kurse für alte Musik in Nürnberg, Windsbach und im Haus Marteau.

Seit 1989 leitet er das Steiner Kammerorchester, mit dem er außer Orchesterwerken auch große Oratorien, wie z. B. J. S. Bach`s Weihnachtsoratorium, die Johannespassion, den „Messias“ von G. Fr. Händel und das „Requiem“ von W.A. Mozart aufführte.